Von Frau zu Frau

Heute ist Weltfrauentag – ein Grund zu feiern. Denn seien wir mal ehrlich, wir Frauen feiern uns viel zu wenig. Aber warum ist das eigentlich so? Warum stellen wir uns immer wieder zurück und lassen anderen den Vortritt? Warum trauen sich Männer immer zu viel zu und Frauen zu wenig?

 

Werfen wir mal einen Blick in die Vergangenheit:

Ich sitze mit 5 Jahren zu Hause am Küchentisch und rund um mich der ganz normale Alltag. Mama kocht, Mama wäscht auf, Mama bügelt … Eigentlich alles, was im Haushalt zu tun ist, macht Mama. Von Papa keine Spur, denn der ist in der Arbeit. Ein Klischeebild vom Feinsten. Aber genau dieses Bild hat sich in mir eingeprägt und genau das Bild bekommen 90 % der Kinder mit.

 

Zurück in der Gegenwart ist diese Rollenverteilung leider noch immer sehr verankert in unserer Gesellschaft und verdammt schwer wieder weg zubringen. Doch gemeinsam können wir es schaffen. Die Lösung: Wir ziehen alle an einem Strang und zeigen etwas mehr Solidarität. Eine Mutter die 20 Stunden in der Woche arbeitet und einer vollzeitarbeitenden Mutter ein schlechtes Gewissen mit folgenden Aussagen macht: „Mit 1 Jahr gibst du dein Kind schon in die Kleinkindergruppe – findest du nicht, dass es dafür noch zu jung ist?“ oder „Und wie fühlst du dich, wenn dein Kind den ganzen Tag im Kindergarten ist?“, verhilft uns nicht zur Gleichberechtigung.

 

Eine Frau, die mit einer anderen Frau über Gender diskutiert, macht es auch nicht besser. In Wahrheit verleugnet sie sich doch eigentlich. So ist es für jede Frau in Ordnung, wenn sie als Mitarbeiter oder Kollege bezeichnet wird. Aber welcher Mann möchte sich schon gerne mit Kollegin oder Nachbarin ansprechen lassen? Männer würden aufstehen und das ändern. Wir Frauen dagegen diskutieren untereinander, ob es Sinn macht zu gendern. Sollten wir nicht gemeinsam Aufstehen und klarstellen, dass wir nicht als Männer bezeichnet werden möchten? Stehen wir Frauen uns nicht gegenseitig im Weg um das zu erreichen, wofür manche von uns kämpfen? Nämlich für Mitspracherecht, Ausbildung und Gleichberechtigung in der Berufswelt.

 

Wir Frauen müssen als Vorbild vorangehen. Unseren Kindern zeigen, dass es auch anders geht. Die nächste Generation soll mit kochenden Papas und Mamas aufwachsen und auch mit Männern, die die Wahl haben bei ihren Kindern zuhause zu bleiben. Jede von uns sollte ihren eigenen Weg gehen können, ohne von den anderen Frauen kritisiert zu werden. Möchte ich arbeiten, ist es ok. Möchte ich bei meinen Kindern zu Hause bleiben, ist es ok. Zeigen wir doch einfach mehr Solidarität uns Frauen gegenüber und wir kommen unserem Ziel ein kleines Stück näher.

 

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5 Kommentare zu „Von Frau zu Frau

  1. Guten morgen dorli. Bin a. 33 und auch aus frauenkirchen. In meinem haushalt gibt es keine klaren grenzen wer für was zuständig ist. Eigendlich macht bei uns jeder alles was spas macht. Auch besuch der bei uns nächtigt wird in den haushalt eingebunden. Mein paps, 65 hat uns kinder bereits so erzogen. Schade das es immer noch die klasische man frau rassentrennung gibt. Evolution braucht halt mehr als einen frühling!

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    1. Lieber Andreas! Da bin ich deiner Meinung – es werden noch einige Frühlinge bis dahin vergehen. Aber es stimmt mich fröhlich :) zu lesen, dass es doch in die richtige Richtung geht –
      ein Umdenken stattfindet und sich zumindest in manchen Familien/Haushalten der Anker des klassischen Klischeebilds lockert bzw. löst. Liebe Grüsse Doris

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      1. Sehr gut. Fröhlich is gut😉 nur ned locker lassen. Echt cooler blog übrigens. Solche taffen girls brauchts in frk. Schöne ostern noch. A.

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  2. Pingback: FRAUENMUT

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