Zeit: Wirklichkeit oder Vorstellung

Die Zeit ist heutzutage ein wichtiges Thema, wenn nicht sogar das Wichtigste. Denn bekanntlich ist Zeit teuer und nicht nur das, sie ist auch rar. Anstoß für diese Gedankengänge war ein Besuch im Kabarett bei Roland Düringer im Winter 2016 und ich hab lange darüber gegrübelt. Während dieses Charity-Events sprach er das Thema rund um Zeit an. Zeit haben, Zeit schenken, Zeit geben, Zeit verschwenden … Alles Floskeln mit denn wir ständig um uns werfen. Aber was ist eigentlich Zeit? Ist Zeit nicht einfach eine Erfindung der Menschen? Machen wir uns nicht selbst einen ständigen Zeitdruck?

So mancher denkt sich nun: Das ist jetzt genau das richtige Thema für mich. Ich – die Verspätung in Person. OK, ich bin geständig – die Pünktlichste bin ich nun wirklich nicht. Aber ich gab mir in den letzten Jahren große Mühe, um mein „Problem“ in den Griff zu bekommen. Ehrlich gesagt war und ist mein größter Stolperstein mein Zeitmanagement. Damit meine ich, bestimmte Aktivitäten und Vorhaben in der Länge ihrer Dauer falsch einzuschätzen. Aber meine Erfahrung hat mich schon so einiges gelehrt und mein Zeitmanagement funktioniert nun schon besser. Und ich denke, das können so einige auch bestätigen :)

Aber nun zu der Thematik zurück, welche mich beschäftigt. Was hat es nun auf sich mit der Zeit? Die Tage, Stunden, Minuten vergehen wie im Flug und manchmal fühle ich mich, als würde ich keinen Schritt weiter kommen. Oft nehme ich mir etwas vor und schiebe es dann wieder auf. Und leider musste ich auch schon die Erfahrung machen, dass es dann zu spät war, um diese Dinge nachzuholen.

Ich frage mich dann immer, was war wichtiger? Und die ehrliche Antwort: Nichts, genau NICHTS! Warum nehmen wir uns eigentlich so wenig Zeit für die Dinge, die uns wichtig sind im Leben? Unser Alltag und unsere täglichen Gewohnheiten halten uns gefangen. Unsere Gemütlichkeit und die Angst einen Fehler zu machen oder zu versagen, erlaubt es uns nicht unsere Komfortzone mal zu verlassen. Jeder von uns jagt von einem Termin zum Nächsten und vergisst dabei sehr oft auf sich selbst. Sich mal Zeit für sich selbst zu nehmen, denn das ist wichtig. Das zu tun, was einem Spaß macht, was der Körper und die Seele verlangt, ohne daran zu denken, was andere davon halten.

Was passiert, wenn jeder von uns die Uhr abnimmt und einfach nur lebt? Leben ohne ständig auf die Zeit zuschauen und anstatt hektisch umher zurennen und von einem Termin zum Nächsten zu hetzten, sich Zeit zu nehmen mal ein nettes Wort für seinen Partner zu haben oder den Menschen auf dem Weg zur Arbeit ein Lächeln zu schenken. Was passiert, wenn wir den Mensch wieder auf die Bühne holen und die Zeit hinter den Kulissen bleibt? Hören wir auf der Zeit hinterher zu jagen. Genießen wir unsere Zeit, denn morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher als wir denken.

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2 Kommentare zu „Zeit: Wirklichkeit oder Vorstellung

  1. das mit uhr abnehmen funktioniert halt leider nur am wochenende, aber dann sollte man es wohl auch wirklich tun. es ist einfach jeden tag ein kampf gegen die medien und gegen das „außen“, sich auf sich selbst besinnen, nein sagen, sich selbst immer wieder für sich selbst durchsetzen. es ist einfacher, das nicht zu tun. es macht nur halt nicht glücklich.

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    1. Leichter ist es auf alle Fälle, aber wie du sagst: Es macht nicht glücklich! Ich lasse öfters einfach mein Handy zuhause, wenn ich in der Natur unterwegs bin und nehme mir nichts vor, damit ich nicht auf die Zeit achten muss! Aber im Alltag und Berufsleben ist es oft schwer… Deshalb nehm ich mir die Zeit bewusst und genieße sie umso mehr :)

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