Es ist ok, nicht ok zu sein!

Das Leben ist nicht immer rosig. Und es ist völlig ok, mal einen schlechten Tag zu haben. Wir alle haben ein Recht darauf, traurig zu sein, enttäuscht zu sein, wütend zu sein. Wir haben ein Recht auf all diese Emotionen, denn es ist menschlich zu fühlen. Viele von uns reden sich an solchen Tagen ein, dass wir die schlechten Gedanken und Gefühle verdrängen müssen. Ja, positives Denken ist wichtig, denn es beeinflusst unser ganzes Leben. Jedoch setzt es uns meiner Meinung nur noch mehr unter Druck, wenn wir ständig das Gefühl haben, dass positives Denken ein MUSS ist und dass Selbstzweifel gänzlich scheiße ist. Gibt es dem Ganzen nicht noch einen bitteren Überzug, wenn wir uns selbst vorhalten, dass wir uns nicht so fühlen sollten, wie wir uns fühlen?

Unser ganzes Leben verbringen wir damit, uns Sorgen über die Zukunft zu machen. Wir planen die Zukunft, aber die Zukunft ändert sich dauernd. Unsere tiefsten Ängste und unsere größten Hoffnungen wohnen in der Zukunft und eins ist gewiss: Wenn sich die Zukunft am Ende offenbart, ist sie nie so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Im Grunde genommen will das aber niemand hören, ganz besonders nicht, wenn die Wahrheit einem nahe geht. Das Leben ist eine Reise, die man am besten zusammen mit einem Begleiter unternimmt. Natürlich kann dieser Begleiter nahezu jeder sein und trotz bester Absichten werden manche von uns ihren Begleiter unterwegs verlieren. Denn ist eine Beziehung nicht immer auch eine Gratwanderung zwischen Lust und Schmerz. Für einige ist Schmerz mit Entwicklung verbunden, aber woher wissen wir, wann die Wachstumsschmerzen aufhören und die Liebesschmerzen einsetzen? Wie erkennt man bei Beziehungen, wann genug, genug ist? Wenn Liebe zum Kampf wird, kämpfe nicht mit. Denn Liebe soll sich einfach und leicht anfühlen und nicht ein ständiger Kampf sein. Ein Zustand, der täglich neuen Kummer schafft, ist nicht der Richtige. Und aufgeben bedeutet nicht immer, dass wir schwach sind. Manchmal bedeutet es auch einfach, dass man stark genug ist, etwas loszulassen, was man nicht mehr ändern kann.

Ob guter oder schlechter Tag, wir wissen vorher nicht, wie der Tag wird. Die Tage, von denen man erwartet, dass sie toll werden, entpuppen sich manchmal als völlige Enttäuschung und werden oft nicht so schön, wie man sich das vorgestellt hat. Es sind die gewöhnlichen Tage, die zum schönsten Tag im Leben werden. Meistens fängt so einer ganz normal an – und am Abend stellt man fest, es war einer der schönsten Tage! Man erkennt so einen Tag erst, wenn man mitten drinnen steckt. Während man sich etwas oder jemandem ganz hingibt, während einem das Herz aufgeht, während man seinem Seelenverwandten begegnet. Und man erkennt, dass die Zeit nicht reichen wird. Man merkt, man will ewig leben, damit der Tag nicht zu Ende geht. Und das sind die schönsten Tage, die perfekten Tage.

Es ist völlig in Ordnung, einen schlechten Tag zu haben, denn ein schöner, perfekter wird wieder folgen.

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