Lieber verrückt das Leben genießen, als normal!

Wir Pferdemädchen lieben und brauchen sie: Pferdemessen.  Gestern ging das Spektakel rund ums Pferd in Wiener Neustadt zu Ende. Die Pferdekenner unter euch wissen, wovon ich schreibe. Apropos Pferd hielt letztes Wochenende alle Pferdebegeisterte in Trab. Pferdefreunde, Reiter und Züchter aus aller Welt pilgerten die vergangen vier Tage in die Arena Nova um gespannt Horseball, Springen, Westernreiten, Voltigieren oder Gespannfahren zu folgen und an den vielen Ständen passende Bekleidung – ob nun für Reiter oder Pferd – zu kaufen. Sei es nun die neue Eskadron Kollektion oder die gerade neu eingetroffenen Pikeur Reithosen –  unter den zahlreichen Ausstellern am Apropos Pferd findet jedes Pferdemädchen , was es braucht oder auch nicht braucht.

Nun versteh einer diese eigene Spezies? Denn genau genommen zahlen wir Pferdemädchen Eintritt, um zu einer Veranstaltung zu kommen, bei der wir viel zu viel Geld ausgeben – meist wird ein Budget festgelegt, aber dieses, dank der extra für Pferdeliebhaber aufgestellten Bankomaten, überschritten. Wir stellen uns an ewig langen Schlangen an, schlängeln uns durch Massen an Menschen durch, um die gefühlt dreihundertste Schabracke für den geliebten Vierbeiner zu kaufen. Und da an den Ständen natürlich viel zu viel Zeit vertrödelt wurde, hat man während des Springreitens für den großen Preis oder der Zweispännertrophy auch keinen Platz mehr bekommen und ist dazu verdonnert, das Geschehen im Stehen zu verfolgen. Zu guter Letzt dürfen wir die prall gefüllten Taschen auch noch den ganzen Tag mit uns herumschleppen, sodass wir am Abend Schulter, Hände und Beine nicht mehr spüren. Aber warum tun wir uns das eigentlich immer wieder an? Diese Frage hat sich wahrscheinlich jedes Pferdemädchen selbst mindestens einmal schon gestellt.

Aus irgendeinem Grund verlassen wir das Gelände der Arena Nova trotz anstrengendem Tag immer wieder mit einem Lächeln auf den Lippen und sind einfach nur voller Freude. Und unser Herz wird mit noch mehr Freude gefüllt, wenn die neuen Errungenschaften beim nächsten Stallbesuch mit dürfen. Passt dann alles und das Pferd steht eingedeckt mit neuem Vorderzeug oder Decken vor einem oder frisst genüsslich das neue Futter, wird der Grinser im Gesicht noch breiter. Nichts kann den Tag mehr versauen, denn auch wenn sich Pferd in der darauffolgenden Reitstunde von seiner schlechtesten Seite zeigt, das Lächeln ist immer noch da.

Denn eigentlich sind wir Pferdemädchen doch auch nur Frauen – nur werden wir nicht bei Schuhen schwach sondern bei Zaumzeugen, Abschwitzdecken, Gamaschen und was das liebe Reiterherz noch so begehrt. Und an alle Männer da draußen die ihr Herz an ein Pferdemädchen verloren haben: Wir brauchen euch nicht jeden Tag mit im Stall um uns Sattel, Glitzerhalfter und Bürsten zu reichen, obwohl uns ein gelegentlicher Besuch im Stall mehr bedeutet, als jedes Geschenk. Es reicht aber auch, wenn ihr euch einmal im Jahr einen Ruck gebt und uns zu einer Messe begleitet. Denn Salzsteine oder Müslisäcke sind auch für robuste Pferdemädchen schwer zu schleppen 😉

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