SERIE: Gebrauchsanweisung für das Burgenland – die genüssliche Seele

Vor einigen Wochen hab ich euch das Buch „Gebrauchsanleitung für das Burgenland“ von den Brüdern Andreas Weinek und Martin Weinek vorgestellt. Laut den Autoren hat der Burgenländer 5 Seelen und die Erste – die genüssliche Seele – von diesen fünf möchte ich euch heute näher bringen.

Widerwillen war zu erwarten, dass eine dieser Seelen etwas mit Genuss bzw. Essen zu tun hat. Denn das Leben mit all seinen Vorzügen zu genießen, davon verstehen die Burgenländer etwas. Aber wie kann man hier auch anders?! Bei atemberaubender Landschaft, einem Tropfen guten Wein und natürlich leckerem Essen.

Die burgenländische Küche ist bekannt für ihre traditionellen und köstlichen Gerichte, welche heut zutage nicht mehr den Ruf von mächtigen Dickmachern genießen. In Omas Zeiten triefte von den Speisen noch das Schmalz und es gab Frittiertes, Paniertes oder Gegrilltes, angerichtet auf großen Platten. Je mehr auf dem Teller Platz hatte, umso besser. Aber das damalige Eldorado der XXL-all-inclusive-Küche weichte der regional frischen, aber immer noch traditionellen Küche.

Die Autoren führen den Leser rund um den See und machen Halt bei den besten Geheimtipps des Landes, wo sie in interessanten Diskussionen und Unterhaltungen mit den Einheimischen immer mehr über das Burgenland erfahren. Zum einem, dass die Verpackung hier noch gar nichts über den Inhalt aussagt und das Burgenland ein Land voller Gegensätze ist. Denn Himmel und Hölle liegen in der Gastronomie oftmals Tür an Tür. Was von außen aussieht wie ein schickes Lokal, kann sich schnell als Frittierölfalle erweisen. Herunter gekommene Hütten, welche an die Nachkriegszeit erinnern, können sich als Ort kulinarischer Köstlichkeiten zeigen.

Eine weitere Besonderheit lernt der Leser hier noch kennen – den Uhudler. Der Uhudler ist eine Weinsorte, die es nur im südlichen Burgenland gibt. Man mag drüber streiten, ob er nun zum guten oder schlechten Tropfen Wein zählt. Diese Entscheidung bleibt jedem Selbst überlassen, denn eines kann man über den Uhudler sagen: Entweder man mag ihn oder man mag ihn nicht! Und das hat sicher nichts mit den im Volksmund kursierenden Gerüchten rund um die Wirkungen des Uhudlers zu tun.

Dort wo man den Uhudler findet, kommt man auch an den Buschenschanken nicht vorbei. Die alten Weinkeller laden ein, neben deftigen Speisen wie Speck-, Verhackerts- oder Grammelschmalzbrot und gutem Wein, zu langen Gesprächen in gemütlich uriger Atmosphäre.

Wem beim Lesen nun schon das Wasser im Munde zusammenläuft, der kann eines der abgedruckten Rezepte gern selber ausprobieren. So zu sagen als Einstimmung auf den nächsten Urlaub im Burgenland.

 

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