SERIE: Gebrauchsanweisung für das Burgenland – die künstlerische Seele

Im letzten Teil der Serie „Gebrauchsanweisung für das Burgenland“ ging es um die genüssliche Seele. Die zweite Seele, welche die Autoren den Burgenländerinnen und Burgenländern andichten, ist die künstlerische Seele: Die Geburt von Franz Liszt im mittleren Burgenland, die Fußspuren von Joseph Haydn in Eisenstadt und das öffentliche Eigenleben des Ostbahn Kurti – das alles reicht, um sich eine künstlerische Seele ans Revers zu heften. 

Eingeleitet wird dieser Teil der Seele mit einem humorvollen Prolog zwischen den drei oben genannten Herren, welche die Burgenländerinnen und Burgenländern vor der Volksverdummung durch einen bevorstehenden Musikantenstadel zu retten versuchen, indem sie die Kultur und Kunst wieder ins Burgenland zurückbringen wollen. Mal sehen, ob ihnen das auch gelungen ist 😉

Das Burgenland ist ein Land mit viel kulturellem und künstlerischem Potenzial und das sogar in einer Zeit, als es den Titel „das Armutshaus“ des Österreichs trug.  Sucht man im Burgenland nach Künstlern aus der modernen Pop- und Rockszene, so stößt man schnell an seine Grenzen. Das Problem dabei ist, dass viele der Musikerinnen und Musiker dorthin abwandern, wo auch der Kommerz wohnt – in das einer Spuckweite entfernte Wien. Denn wenn wir ehrlich sind, ist das Burgenland mit seinen knapp 4.000 km2 und fast 292.000 Einwohnern nicht der optimale Standort für internationalen Weltruhm.

Begibt man sich auf die Suche nach bildenden Künstlern, findet man sie im Burgenland so weit das Auge reicht. Maler, Keramiker, alte Handwerkskunst wie der bekannte Blaudruck, das Korbflechten, das Csizmen oder auch der traditionelle pannonische Volkstanz – viele davon immer wieder zu sehen im Kulturzentrum Cselley Mühle in Oslip, welches im Jahr 1957 mit den berühmten Worten von Franz Sinowatz „Ich weiß nicht, was ich eröffne, aber ich eröffne es“ ins Leben gerufen wurde.

Veranstaltungen wie die Haydenfestspiele in Eisenstadt, die Burgspiele in Güssing, das Uhudlertheater im historischen Kellerviertel von Heiligenbrunn, das Jazzfest in Wiesen oder die beliebten Festivals „Picture on“ in Bildein, „Lakeside Festival“ im Illmitzer Seebad oder „Nova Rock“ auf den Pannonia Fields in Nickelsdorf machen das Kulturerlebnis im Burgenland einmalig und unvergesslich.

Zu guter letzt dürfen die Seefestspiele in Mörbisch, welche jährlich 200.000 Besucher anziehen, und die Opernfestspiele in der einzigartigen Kulisse des Römersteinbruchs in St. Magarethen nicht vergessen werden. Harald Serafin hätte dazu nur eines zu sagen: „Das ist doch alles wunderbarrr!“

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