Neue Serie: Gschmackig guid!

Das Burgenland ist nicht nur das Land der Sonne – Nein! Hier bekommt man auch die einzigartige Chance kulinarisch so richtig auf seine Kosten zu kommen. Denn die pannonische Küche des oft von außen so unscheinbarem und kleinem Bundesland besticht durch ihre außergewöhnliche Vielfalt und den kulinarischen Einflüssen der umliegenden Länder und Regionen.

Im Laufe der Jahre vermischte sich die burgenländische Küche mit den Einflüssen aus Kroatien, Serbien, Slowakei und Bayern – damals auch „Heanzen“ genannt – aber vor allem mit der Regionalküche der ungarischen Nachbarn. Auch heute prägen sie noch immer die Essgewohnheiten der heimischen Bevölkerung und genau diese bunte Mischung macht die burgenländische Küche  so besonders.

Früher lebten die Menschen im Burgenland von morgens bis abends mit Einbrenn-, Grieß- oder Knoblauchsuppe – meist mit Brot oder Erdäpfeln serviert. Rindfleischkultur gab es in diesem Teil Österreichs kaum, denn ein Stück frisches Rindfleisch konnte man sich selten leisten. Frischfleisch gab es nur unmittelbar nach dem Sautanz, dem Schlachttag. Blut-, Leber- und Bratwürste wurden zu meist mit eingebrannten Gemüsegerichten serviert und im November zu Martini stand oftmals auch Ganslsuppe am Speisezettel. Der Neusiedler See war reich an Fischen, daher gab es hin und wieder Fischsuppe oder Zander, Hecht, Wels und Co.

Schaut man etwas genauer hin, erkennt man, dass die burgenländische Kulinarik eigentlich eine Arme-Leute-Küche ist. Die Rezepte orientieren sich stark an regionalen Produkten wie Getreide, Paprika, Kartoffeln, Bohnen, Rüben oder auch Weißkohl. Dennoch ist über die Jahre eine sinnesfreudige Küche entstanden, welche mit traditionell burgenländischen Rezepten nicht nur die Österreicher erfreut.

Um euch auch an dieser bunten Genusswelt teilhaben zu lassen, startet die neue Serie „Gschmackig guid!“ in der ich euch jede zweite Woche ein traditionelles Gericht aus der burgenländischen Küche zaubern werde. Natürlich werde ich die Produkte aus der Region beziehen und auch das eine oder andere Mundartwort einbauen. Ich werde mich für euch auf unbekanntes Terrain wagen, denn von Gerichten wie „Sterz“ oder „Topfenhaluschka“ hab ich keinen blassen Schimmer. Also seid gespannt auf das erste Rezept. Bis dahin drückt mir die Daumen, damit ich nicht in der Küche verzweifle und alles nach „Rezept“ verläuft.

 

 

 

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