The stories in my head…

… oder warum ich schreibe. Wer es noch nicht ahnt – heute habe ich wieder eine kleine Geschichte aus meinem Leben für euch mitgebracht und die begann vor etwa 23 Jahren.

Als kleines Mädchen laß mir meine Godi oft Geschichten vor, und als ich dann selber lesen lernte, wurde ich zu einer Leseratte. Auch heute stecke ich gerne noch meine Nase in Bücher. Leider nimmt der Alltag regelmäßig überhand und es fehlt die Zeit dafür. Erneut nehme ich mir dann vor, wieder mehr darauf zu achten und Zeit zum Lesen einzubauen. Es ging sogar soweit, dass ich meinen Fernseher aus dem Schlafzimmer verbannte, um mich vor dem Schlafen gehen nicht einfach berieseln zu lassen, sondern noch ein paar Seiten zu lesen und die Zeit sinnvoll zu nutzen.

Wer viel oder gerne liest, entwickelt häufig auch Lust zu schreiben. Bei mir waren die ersten Anzeichen in meiner Schulzeit schon erkennbar. In der Volksschule schrieben eine Klassenkollegin und ich gemeinsam eine Geschichte. Wir tauschten die Geschichte jeden Tag aus und schrieben abwechselnd die Geschichte weiter. Und auch in der Hauptschule zog sich dieser rote Faden durch. Mit Mathematik hatte ich so überhaupt nichts am Hut – mein Lieblingsfach war Deutsch und ich konnte nicht genug bekommen von Kurzgeschichten, Bildgeschichten oder Fantasiegeschichten. Aber auch die Grammatik konnte mir nichts anhaben, ich war jedes Mal mit vollem Eifer dabei.

Im Alter von 11 oder 12 Jahren, ich denke, es war in der 2. Klasse der Hauptschule, war es unsere Aufgabe Erörterungen zu schreiben – was ich sehr langweilig fand. Genau zu diesem Zeitpunkt hab ich begonnen, ein Tagebuch zu führen. Ich schrieb jeden Tag meine Gedanken nieder, grübelte über meine Gefühle und Ängste und hielt schöne Erlebnisse und Momente fest. Drei Jahre lang hab ich fast täglich einen Eintrag in das kleine Büchlein gekritzelt, bis ich bemerkte, dass jemand es gelesen hatte. Ich beendete die Einträge von heute auf morgen und fing an Gedichte zu schreiben. Dadurch lernte ich die Sprache lieben und mir wurde mehr bewusst, wie viel Worte eigentlich bedeuten können.

Seit ich meinen Blog habe, ersetzt dieser hin und wieder ein Tagebuch – natürlich ein bisschen weniger tief greifender. Wenn mich etwas beschäftigt, hilft es mir sehr, diese Gedanken auf Papier zu bringen – es ist, als würde ich mir alles von der Seele schreiben und mein Geist fühlt sich danach freier. Worte und Sätze bilden sich in meinem Kopf, aber manchmal kommen sie mir nicht über die Lippen. Und in solchen Situationen fällt es mir dann leichter meine Gefühle und Gedanken aufzuschreiben, als sie auszusprechen. Oft halte ich auch nur Gedankenfetzen fest und diese befinden sich dann Wochen, Monate oder einige schon ein Jahr in den Entwürfen, weil ich einfach noch nicht bereit bin diese Gedanken freizulassen oder sie kommen in eine Schublade und diese bleibt verschlossen. Je mehr man von sich offenbart, desto höher ist auch die Gefahr von außen angegriffen zu werden bzw. Kritik zu erhalten. Denn es ist immer eine schmale Gratwanderung zwischen dem, was man über sich preisgeben will und dem, was man lieber für sich behält und mit sich selbst ausmachen möchte.

Das ist meine persönliche Geschichte – mit der ich euch ein kleines Stückchen näher bringen will, was Schreiben für mich bedeutet und warum es mir wichtig ist. Es ist eine Art Ausdruck meiner Gefühle, die mich mein ganzes Leben schon begleitet – in guten Momenten, wie auch in den einsamen oder traurigen Augenblicken.

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